Inertgas-Löschanlage

Inertgase sind natürliche Bestandteile der Luft, die in hochkomprimierter Form seit Anfang der 1990- Jahre als Löschmittel eingesetzt werden. Mit dem Verbot von Halonen, Ende der 1980er, gewann diese neue Löschtechnik an Gewichtung - bevorzugt zum Einsatz kommen Stickstoff und Argon. Diese Gase werden gasförmig unter hohem Druck (200 bar /300 bar) in Stahlflaschen, 80 l und 140 l, gelagert. Im Alarmfall erfolgt das Ausströmen des Gases über Konstantdruckminderer, sodass der Arbeitsdruck im Netz unter 60 bar liegt.
Das Löschmittel kann nur in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Beim Löschen mit Intertgasen wird das Feuer praktisch erstickt. Dies wird erreicht, indem so viel Intertgas in den Löschbereich einströmt, dass der Sauerstoffgehalt von normal 21 Vol. % abgesenkt und der Verbrennungsprozess unterbrochen wird (<15 Vol.% ).

Bevorzugte Anwendungen:

  • Serverräume und Rechenzentren
  • Telekommunikationseinrichtungen
  • Kontroll- und Leitwarten
  • Mess- und Schalträume
  • Datenarchive
  • Elektrische Schalträume

Mit geltende Normen:

  • VdS 2380
  • DIN EN 15004
  • ISO 14520
  • NFPA 2001
  • CEA 4008