CO2-Löschanlage

Trotz der Entwicklung einiger neuer Löschmittel kann auf CO2-Löschanlagen nicht verzichtet werden. Besonders im Industriebereich sind Kohlendioxid-Löschanlagen weit verbreitet und kaum verzichtbare Anwendungen sind in folgenden Bereichen zu finden:

  • Als Objektschutzanlage für nicht geschlossene Einrichtungen
  • Für große Löschbereiche, z.B. Lagerhallen bei denen große Mengen Löschmittel benötigt werden.

Die Löschwirkung von Kohlendioxid beruht auf einer raschen Sauerstoffabsenkung im Löschbereich. Durch die Expansion des Löschgases von flüssigem in den gasförmigen Aggregatzustand gewinnt auch der zusätzliche Kühleffekt für die Löschwirkung an Bedeutung.

Zu beachten ist, dass das Kohlendioxid schon in relativ geringer Konzentration (> 5 Vol. %) personengefährdend wirkt. Deshalb sind hier, hinsichtlich der Evakuierung von Personen, besondere technische Vorkehrungen zu treffen (redundante Räumalarme).

Es gibt in der Praxis zwei CO2-Löschanlagentypen:

  •     Hochdruckanlagen (Bevorratung in Hochdruckflaschen)
  •     Niederdruckanlagen (Bevorratung in Stahltanks)

Welche Anlage zum Einsatz kommt, hängt von der benötigten Löschmittelmenge ab. Dabei ist zu beachten, dass mit zunehmender CO2-Menge der Löschmitteltank immer wirtschaftlicher wird.

Bevorzugte Anwendungen:

  •     Gefahrstofflager
  •     VbF-Lager (Lager für brennbare Flüssigkeiten)
  •     Walzgerüste
  •     Lackiereinrichtungen/Lacklager
  •     Maschinenschutz/Motorprüfstände
  •     Hydraulikanlage
  •     Schaltwarten

Als Schutzeinrichtung für große Lagerhallen haben CO2-Löschanlagen den großen Vorteil, dass in der Regel auf Löschwasser-Rückhalteeinrichtung verzichtet werden kann.

Mitgeltende Normen:

  •     VdS 2093
  •     VdS 3518
  •     CEA 4007
  •     ISO 6183  
  •     DGUV Regel 105-001